Die Arbeiten „O.M._was vom tage übrig bleibt_ich habe gesündigt“ setzen sich mit dem Werk und der Biografie von Günther Fruhtrunk auseinander. Ausgangspunkt ist dabei weniger die ikonische Strenge seiner konkreten Malerei als vielmehr die Frage, wie sich seine Bildsprache in den Alltag eingeschrieben hat. Im Zentrum steht die ALDI-Tüte – jenes nahezu beiläufige Massenprodukt, das durch Fruhtrunks Gestaltung Teil der kollektiven Alltagskultur wurde.

Die Werkreihe versteht Aneignung nicht als Zitat, sondern als eine Form der Annäherung und Befragung: Was bleibt von einem Bild, einer Haltung oder einem Leben übrig? Zwischen Konstruktion und Auflösung, Kontrolle und Erschöpfung entstehen Arbeiten, die sich mit den Spuren des Alltäglichen, mit Brüchen und mit den unsichtbaren Rückständen künstlerischer Produktion beschäftigen.